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Hilfe bei Spielsucht

Spielsucht: Anzeichen erkennen und Hilfe finden

Glücksspielstörung ist eine anerkannte Erkrankung. Wenn Sie sich Sorgen um Ihr eigenes Spielverhalten oder das eines anderen Menschen machen, finden Sie hier die Anzeichen, erste Schritte und Stellen in Österreich, die kostenlos und vertraulich helfen.

Kostenlose Beratung in Österreich Telefonseelsorge 142 rund um die Uhr Sperr-Apps für jedes Gerät
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Inhalt 8
  1. Das Wichtigste
  2. Was Sie jetzt tun können
  3. Woran Sie eine Glücksspielstörung erkennen
  4. Erste Schritte
  5. Hilfe in Österreich
  6. Selbstausschluss und Sperren
  7. Für Angehörige
  8. Spielsucht: häufige Fragen

Das Wichtigste

  1. 4 von 9

    Eine Glücksspielstörung liegt vor, wenn mindestens vier von neun Anzeichen innerhalb von zwölf Monaten auftreten.

  2. Sofort

    Hören Sie auf zu spielen, setzen Sie Limits auf null und sperren Sie Casino-Seiten mit einer App.

  3. Reden

    Sprechen Sie mit einer Beratungsstelle; das ist kostenlos und vertraulich.

Was heißt das

Was Sie jetzt tun können

  • Konto sperren

    Nutzen Sie den Selbstausschluss in jedem Casino, in dem Sie ein Konto haben.

  • Geräte sperren

    Sperr-Apps wie Gamban oder BetBlocker blockieren alle Casino-Seiten, auch ausländische.

  • Kein zentrales Sperrregister

    In Österreich gibt es derzeit kein Register, das Sie bei allen Anbietern gleichzeitig sperrt. Sie müssen sich bei jedem Casino einzeln ausschließen.

Volltext

Woran Sie eine Glücksspielstörung erkennen

Das Diagnosehandbuch DSM-5 nennt neun Anzeichen. Treffen mindestens vier davon innerhalb von zwölf Monaten zu, sprechen Fachleute von einer Glücksspielstörung:

  • Sie brauchen immer höhere Einsätze, um denselben Reiz zu spüren.
  • Sie werden unruhig oder gereizt, wenn Sie versuchen, weniger zu spielen.
  • Mehrere Versuche, das Spielen einzuschränken, sind gescheitert.
  • Sie denken ständig ans Spielen.
  • Sie spielen, wenn es Ihnen schlecht geht.
  • Nach einem Verlust spielen Sie weiter, um ihn zurückzugewinnen.
  • Sie verheimlichen, wie viel Sie spielen.
  • Sie haben eine Beziehung, den Job oder die Ausbildung wegen des Spielens gefährdet.
  • Andere müssen Ihnen wegen Spielschulden aushelfen.

Erste Schritte

  1. Hören Sie auf zu spielen und schließen Sie sich in den Casinos selbst aus, in denen Sie ein Konto haben.
  2. Installieren Sie eine Sperr-App wie Gamban oder BetBlocker auf Handy und Computer.
  3. Geben Sie die Kontrolle über Geld vorübergehend ab, etwa durch Limits bei Ihrer Bank.
  4. Sprechen Sie mit einer Beratungsstelle oder einem Menschen, dem Sie vertrauen.

Hilfe in Österreich

  • Spielsuchthilfe Wien: Beratung und Behandlung, kostenfrei, vertraulich und auf Wunsch anonym, auch für Angehörige.
  • Hilfsangebote in den Bundesländern: Das Finanzministerium listet Beratungs- und Behandlungsstellen in ganz Österreich.
  • Telefonseelsorge: unter 142 rund um die Uhr und kostenlos, wenn es Ihnen akut schlecht geht.
  • Gambling Therapy: kostenlose Online-Hilfe in vielen Sprachen.

Selbstausschluss und Sperren

Ein Selbstausschluss sperrt Ihr Konto bei einem Casino für eine gewählte Zeit oder dauerhaft. Er gilt nur für dieses Casino. Ein zentrales, anbieterübergreifendes Sperrregister gibt es in Österreich derzeit nicht.

Weil viele Online-Casinos aus dem Ausland betrieben werden, ist eine Sperr-App auf Ihren Geräten der zuverlässigste Schutz. Weitere Tipps zum Umgang mit Limits finden Sie unter verantwortungsvolles Spielen.

Für Angehörige

Wenn sich jemand in Ihrer Nähe verändert, Geld fehlt oder Ausreden zunehmen, sprechen Sie das in einem ruhigen Moment an. Machen Sie keine Vorwürfe, beschreiben Sie, was Sie beobachten, und bieten Sie an, gemeinsam eine Beratungsstelle anzurufen. Beratungsstellen helfen auch Ihnen selbst.

Spielsucht: häufige Fragen

Was ist Spielsucht?

Glücksspielstörung ist der medizinische Begriff für Spielen, das jemand fortsetzt, obwohl es ihm schadet. Nach dem DSM-5 wird sie diagnostiziert, wenn mindestens vier von neun Anzeichen innerhalb von zwölf Monaten auftreten.

Wie häufig ist Spielsucht?

Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass etwa 1,2 % der Erwachsenen weltweit eine Glücksspielstörung haben.