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Das Wichtigste
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Eine Glücksspielstörung liegt vor, wenn mindestens vier von neun Anzeichen innerhalb von zwölf Monaten auftreten.
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Sofort
Hören Sie auf zu spielen, setzen Sie Limits auf null und sperren Sie Casino-Seiten mit einer App.
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Reden
Sprechen Sie mit einer Beratungsstelle; das ist kostenlos und vertraulich.
Was heißt das
Was Sie jetzt tun können
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Konto sperren
Nutzen Sie den Selbstausschluss in jedem Casino, in dem Sie ein Konto haben.
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Geräte sperren
Sperr-Apps wie Gamban oder BetBlocker blockieren alle Casino-Seiten, auch ausländische.
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Kein zentrales Sperrregister
In Österreich gibt es derzeit kein Register, das Sie bei allen Anbietern gleichzeitig sperrt. Sie müssen sich bei jedem Casino einzeln ausschließen.
Volltext
Woran Sie eine Glücksspielstörung erkennen
Das Diagnosehandbuch DSM-5 nennt neun Anzeichen. Treffen mindestens vier davon innerhalb von zwölf Monaten zu, sprechen Fachleute von einer Glücksspielstörung:
- Sie brauchen immer höhere Einsätze, um denselben Reiz zu spüren.
- Sie werden unruhig oder gereizt, wenn Sie versuchen, weniger zu spielen.
- Mehrere Versuche, das Spielen einzuschränken, sind gescheitert.
- Sie denken ständig ans Spielen.
- Sie spielen, wenn es Ihnen schlecht geht.
- Nach einem Verlust spielen Sie weiter, um ihn zurückzugewinnen.
- Sie verheimlichen, wie viel Sie spielen.
- Sie haben eine Beziehung, den Job oder die Ausbildung wegen des Spielens gefährdet.
- Andere müssen Ihnen wegen Spielschulden aushelfen.
Erste Schritte
- Hören Sie auf zu spielen und schließen Sie sich in den Casinos selbst aus, in denen Sie ein Konto haben.
- Installieren Sie eine Sperr-App wie Gamban oder BetBlocker auf Handy und Computer.
- Geben Sie die Kontrolle über Geld vorübergehend ab, etwa durch Limits bei Ihrer Bank.
- Sprechen Sie mit einer Beratungsstelle oder einem Menschen, dem Sie vertrauen.
Hilfe in Österreich
- Spielsuchthilfe Wien: Beratung und Behandlung, kostenfrei, vertraulich und auf Wunsch anonym, auch für Angehörige.
- Hilfsangebote in den Bundesländern: Das Finanzministerium listet Beratungs- und Behandlungsstellen in ganz Österreich.
- Telefonseelsorge: unter 142 rund um die Uhr und kostenlos, wenn es Ihnen akut schlecht geht.
- Gambling Therapy: kostenlose Online-Hilfe in vielen Sprachen.
Selbstausschluss und Sperren
Ein Selbstausschluss sperrt Ihr Konto bei einem Casino für eine gewählte Zeit oder dauerhaft. Er gilt nur für dieses Casino. Ein zentrales, anbieterübergreifendes Sperrregister gibt es in Österreich derzeit nicht.
Weil viele Online-Casinos aus dem Ausland betrieben werden, ist eine Sperr-App auf Ihren Geräten der zuverlässigste Schutz. Weitere Tipps zum Umgang mit Limits finden Sie unter verantwortungsvolles Spielen.
Für Angehörige
Wenn sich jemand in Ihrer Nähe verändert, Geld fehlt oder Ausreden zunehmen, sprechen Sie das in einem ruhigen Moment an. Machen Sie keine Vorwürfe, beschreiben Sie, was Sie beobachten, und bieten Sie an, gemeinsam eine Beratungsstelle anzurufen. Beratungsstellen helfen auch Ihnen selbst.
Spielsucht: häufige Fragen
Was ist Spielsucht?
Glücksspielstörung ist der medizinische Begriff für Spielen, das jemand fortsetzt, obwohl es ihm schadet. Nach dem DSM-5 wird sie diagnostiziert, wenn mindestens vier von neun Anzeichen innerhalb von zwölf Monaten auftreten.
Wie häufig ist Spielsucht?
Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass etwa 1,2 % der Erwachsenen weltweit eine Glücksspielstörung haben.
Was sind erste Anzeichen?
Höhere Einsätze für denselben Reiz, Verlusten hinterherjagen, ständig ans Spielen denken und verheimlichen, wie viel man spielt.
Wo bekomme ich in Österreich Hilfe?
Bei der Spielsuchthilfe in Wien (kostenfrei, vertraulich, auf Wunsch anonym) und bei den Beratungsstellen, die das Finanzministerium nach Bundesland auflistet. In einer akuten Krise ist die Telefonseelsorge unter 142 rund um die Uhr erreichbar.
Kann ich Online-Casinos auf meinen Geräten sperren?
Ja. Sperr-Apps wie Gamban oder BetBlocker blockieren Casino-Seiten auf Handy und Computer. Ein Selbstausschluss in einem Casino gilt nur für dieses eine Casino.
Wie kann ich jemand anderem helfen?
Sprechen Sie in einem ruhigen Moment über die Folgen, die Sie sehen, nicht nur über Geld, und weisen Sie auf kostenlose Hilfe hin. Beratungsstellen unterstützen auch Angehörige.