Österreich stellt Entwurf von Bestimmungen zur Liberalisierung von Online-Glücksspielen zur Konsultation vor
Chloe O'Sullivan
Die österreichische Regierung hat öffentliche Konsultationen zur Liberalisierung des Online-Glücksspielmarktes eingeleitet und erste Gesetzesentwürfe veröffentlicht. Diese Reformvorschläge stellen die wichtigsten Änderungen im Bereich Glücksspiel in Österreich seit 26 Jahren dar. Der Starttermin ist für Oktober 2027 festgelegt.
Wichtige Erkenntnisse
- Vorschriftenentwürfe verlangen, dass zugelassene Betreiber über ein Aktienkapital von mindestens 10 Mio. € verfügen.
- Eine Lizenzgebühr Für Betreiber, die Online-Glücksspiele anbieten möchten, wurde ein Betrag von 70.000€ festgelegt.
- Spielerschutz Zu den Maßnahmen gehören wöchentliche Einlagenobergrenzen und ein Vorschlag für ein zentrales Selbstausschlussregister.
Einzelheiten zum regulatorischen Rahmen
Jeder zugelassene Betreiber kann eine Lizenz beantragen, wenn er bestimmte Kriterien erfüllt, darunter einen Aufsichtsrat, wirksame Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche und Spielerschutz sowie ein Aktienkapital von mindestens 10 Mio. €. Diese Eigenkapitalanforderung ist deutlich höher als in anderen europäischen Ländern wie Estnischer Casinomarkt, für das 1 Mio. € erforderlich sind, und Finnland, für das kein festgelegtes Minimum festgelegt ist. Die Betreiber müssen außerdem 70.000€ für eine Lizenz gemäß dem neuen Änderungsentwurf vorbereiten.
Der Entwurf der Bedingungen sieht eine Bedenkzeit vor, die vorsieht, dass Antragsteller alle früheren Angebote in Österreich bis zum 1. Januar 2027 einstellen müssen, bis ihre Lizenz erteilt wird. Ein Verstoß gegen diese Regel führt zu einer 18-monatigen Lizenzsperrung. Lizenzen werden nur Betreibern aus einem Heimatstaat erteilt, in dem Österreichische Glücksspielregulierung Urteile sind vollstreckbar, ein Punkt, der die Aufmerksamkeit auf Maltas umstrittenen Gesetzentwurf 55 lenkt. Die Betreiber müssen außerdem alle Steuerschulden und ausstehenden Spielerschutzansprüche vor dem Markteintritt beglichen haben.
Spielerschutz und Marktkontrollen
Zu den Maßnahmen zum Spielerschutz gehören wöchentliche Einzahlungsobergrenzen von 250€ für 18-26-Jährige und 1.680€ für Personen ab 26 Jahren, wobei die Limits von Fall zu Fall für Spieler ab 23 Jahren erhöht werden können. Das Online-Spiel ist auf 5€ pro Einsatz begrenzt, wobei das Gesamtgewinnlimit auf 10.000€ begrenzt ist. Technische Bestimmungen schreiben vor, dass jeder Spin zwei Sekunden lang sein muss. Nach einer 90-minütigen Spielsitzung gibt es eine Bedenkzeit, was sich auf das Design der Spiele verschiedener Kategorien auswirkt Anbieter von Casino-Inhalten. Das Verbot von Jackpot-Spielen wird aufgehoben, und die Anzahl der landgestützten Lizenzen im ganzen Bundesstaat wird auf 13 festgesetzt.
Der Regulierungsbehörde werden Befugnisse zur Sperrung von Zahlungen eingeräumt, um IBANs auf die schwarze Liste zu setzen und Sperranweisungen an Zahlungsanbieter zu erteilen, wobei die IP-Blockierung durch AWS, Cloudflare und Google erleichtert werden soll. Außerdem wird ein zentralisiertes Selbstausschlussregister für alle Arten von Glücksspielen vorgeschlagen, mit Ausnahme der Lotterie, die weiterhin unter der Leitung des staatlichen Win2Day-Betreibers steht.
Zeitraum der Konsultation
Die Interessenvertreter haben bis zum 15. Juli 2026 Zeit, ihre Meinung zu dem vorgeschlagenen Rahmen einzureichen, nachdem sich die Dreierkoalition darauf geeinigt hat, die Markteinführung im Oktober 2027 anzustreben.
Quellen: Österreich veröffentlicht die vollständige Liste der Gesetzesentwürfe für Online-Glücksspiele

