Vom Monopol zu Lizenzen
Heute sind Online-Casinospiele in Österreich nach dem Glücksspielgesetz (GSpG) dem staatlichen Monopol vorbehalten. Der Entwurf sieht ein offenes Lizenzverfahren vor: Anbieter, die strenge Voraussetzungen erfüllen, sollen eine Lizenz bekommen können.
Wer nach dem 1. Jänner 2027 weiterhin ohne Lizenz Spieler in Österreich bedient, soll für 18 Monate von der Lizenzvergabe ausgeschlossen werden, ab 2030 für 24 Monate. Bewerber müssen zudem offene Steuerschulden und unbezahlte Spieleransprüche begleichen.
Durchsetzung gegen illegale Angebote
Die Reform verschärft die Mittel gegen nicht lizenzierte Anbieter: Zahlungssperren, schwarze Listen und Netzsperren. Ein digitales Aufsichtssystem soll ein anbieterübergreifendes Einzahlungslimit überwachen.
Die Zahl der Casino-Konzessionen wird auf 13 begrenzt; unter bestimmten Umständen dürfen sie gebündelt vergeben werden.
Mehr Spielerschutz
- Ein zentrales, anbieterübergreifendes Sperrregister für Casinos, Automaten und Online-Spiele.
- Verpflichtende Einzahlungslimits für Online-Spiele und Automaten, mit niedrigeren Grenzen für Spieler zwischen 18 und 26 Jahren.
- Pflicht für Anbieter, Daten zu Spielschäden für die Forschung bereitzustellen.
Wie es weitergeht
Nach Ablauf der Stillhaltefrist geht der Entwurf zurück ins Parlament. Die Regierung hat im Juni 2026 vereinbart, dass private Anbieter ab 30. September 2027 Lizenzen bekommen können, sofern das Gesetz beschlossen wird. Zum selben Datum endet die laufende Konzession.