Österreich reicht der Europäischen Kommission die Überarbeitung des Glücksspielgesetzes ein
Chloe O'Sullivan
Die österreichische Regierung hat der Europäischen Kommission ihre vorgeschlagenen Reformen des Glücksspielgesetzes zur Überprüfung vorgelegt. Mit dieser Maßnahme wurde eine dreimonatige Stillhaltefrist eingeleitet, die es der Kommission und anderen Mitgliedstaaten ermöglichte, den Gesetzesentwurf zu prüfen. Mit der Überarbeitung soll der österreichische Online-Glücksspielmarkt von seinem derzeitigen Monopolmodell zu einem offenen Konzessionssystem überführt und gleichzeitig der Spielerschutz gestärkt und illegales Glücksspiel bekämpft werden.
Wichtige Erkenntnisse
- Die österreichische Regierung hat Vorschläge zur Reform des Glücksspielgesetzes vorgelegt an die Europäische Kommission zur Überprüfung.
- Der Gesetzesentwurf sieht vor, das derzeitige Online-Glücksspielmonopol zu ersetzen mit einem offenen Konzessionssystem.
- Eine dreimonatige Stillhaltefrist hat begonnen, die es der Europäischen Kommission ermöglicht und die Mitgliedstaaten, um den Entwurf zu überprüfen.
Neuer regulatorischer Rahmen und Lizenzierung
Mit dem Gesetzesentwurf wird ein offenes Lizenzierungsverfahren für Online-Glücksspiele eingeführt, nach dem die Betreiber strenge Zulassungskriterien erfüllen müssen. Unternehmen bieten weiterhin unlizenzierte Dienstleistungen in Österreichs neuer Casinomarkt Nach dem 1. Januar 2027 würde ein 18-monatiger Ausschluss von der Erteilung einer Lizenz gelten, der ab 2030 auf 24 Monate ansteigen würde. Antragsteller müssen außerdem ausstehende Steuerverbindlichkeiten und unbezahlte Spielerschutzansprüche begleichen, bevor sie eine Lizenz in Betracht ziehen.
Marktöffnungs- und Durchsetzungsmaßnahmen
Die Reformen zielen darauf ab, den österreichischen Online-Glücksspielmarkt für den Wettbewerb zu öffnen und die Durchsetzung illegaler Glücksspiele durch Maßnahmen zur Sperrung von Zahlungen, schwarzen Listen und Netzwerksperren zu verstärken. Diese Öffnung wird die Einführung verschiedener neuer Casino-Typen ermöglichen, darunter neue mobile Casinos. Ein neues digitales Aufsichtssystem wird ein zentrales betreiberübergreifendes Einlagenlimit überwachen. Die Vorschläge begrenzen auch die Anzahl der Casino-Konzessionen auf 13, wobei unter bestimmten Umständen gebündelte Zuteilungen zulässig sind.
Verbesserte Initiativen zum Spielerschutz
Ein Schwerpunkt des Entwurfs liegt auf dem Spielerschutz, einschließlich der Einrichtung eines zentralen betreiberübergreifenden Selbstausschlussregisters. Dieses Register würde die von den Betreibern auferlegten Ausschlüsse und Selbstausschlüsse für Kasinos, Spielautomaten und Online-Glücksspiele konsolidieren, darunter neue Live-Casinos. Es werden verbindliche Einzahlungslimits für Online-Glücksspiele und Spielautomaten vorgeschlagen, wobei niedrigere Schwellenwerte für Spieler im Alter von 18 bis 26 Jahren gelten. Die Betreiber würden außerdem verpflichtet sein, zur Unterstützung der wissenschaftlichen Forschung Analysen über den Schaden von Glücksspielen vorzulegen.
Quellen: Österreich reicht der Europäischen Kommission die Überarbeitung des Glücksspielgesetzes ein


